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05.08.2007 Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Teuflisch gutes Finale
KULTURSOMMER. In der Stadthalle begeisterten die Band "Farfarello" und die jungen Musiker des Orchesters "Europera" ihr Publikum mit einer fulminanten Konzert-Show und einer Welturaufführung.
HILDEN. Wildes Johlen und Pfeifen, ekstatisches Gestampfe und frenetischer Applaus: Das Publikum war außer Rand und Band beim Abschluss des "Hildener Kultursommers" in der Stadthalle. Niemanden hielt es auf dem Platz, nachdem Mani Neumann den letzten Ton auf seiner Geige gespielt hatte. Gemeinsam mit seiner Band "Farfarello" und dem Jugendorchester "Europera", das Spitzenmusiker im Alter von zwölf bis 27 Jahren aus Deutschland, Polen und Tschechien vereint, verzauberte der Teufelsgeiger die Fans.
Den Auftakt des gelungenen Abends gestaltete "Europera" unter dem Dirigat des Tschechen Milos Kreji?. Mit Stücken von Nikolai Korsakow und Dimitri Schostakowitsch sorgte das Orchester für eine erste Begeisterungswelle. Es folgte eine raffinierte Konzert-Show der fünfköpfigen Band "Farfarello" mit den Gitarristen Uli Brandt und Stefan Wiesbrock, Urs Fuchs am Bass, Gastspieler Nippy Noya an den Percussions und natürlich Teufelsgeiger Mani Neumann.
Hatten die Auftritte die Zuschauer schon überzeugt, toppten die Stars des Erfolg noch, indem sie, am Ende des dreistündigen Konzerts zu einer großen Formation vereinigt, gemeinsam zum furiosen Finale antraten. "Es war immer mein größter Wunsch, zusammen mit einem Orchester aufzutreten. Deshalb freue ich mich umso mehr, das jetzt mit diesem tollen Jugendorchester verwirklichen zu können", erklärte Mani Neumann und gab seinem "Herzensfreund" Milos Kreji? das Startzeichen.
Illuminiert durch Spots in gelb, weiß und rot und eingetaucht in wallenden Nebel, wirkte das Bühnenbild fast unwirklich: Im Hintergrund das ordentlich aufgereihte Orchester, vorne die Band um den Teufelsgeiger, der sich immer wieder vorsichtig an sein Instrument heranpirschte, als sei es ein scheues Tier, um ihm dann, zu wilden Grimassen stampfend und die Arme hochreißend, die ungewöhnlichsten Töne zu entlocken. Eine Kombination, die die Zuschauer in einen akustischen Rausch stürzte, in dem sich Ort und Zeit verloren.
Vor allem die Welturaufführung des neuen Stückes "Rhapsody für Marcin" sorgte für echtes Gänsehaut-Feeling. Ohne Zugaben war für Farfarello und Europera natürlich nicht an einen Abgang von der Stadthallenbühne zu denken.
(Kristina Schnettka)
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