Junge Musiker interpretierten ein auserlesenes Programm...
Junge Musiker interpretierten ein auserlesenes Programm in Spitzenqualität
Hoyerswerda. Das 18. Konzert des Europera-Jugendorchesters und Chores fand am Freitag in der Lausitzhalle ein begeistertes Publikum.
Seit 1992 führt das trinationale Europera-Projekt jährlich rund 200 musikalisch besonders begabte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen elf und 25 Jahren zusammen. Sie kommen aus Deutschland, Polen und Tschechien; von den Musikschulen Dreiländereck, Görlitz, Hoyerswerda, Bautzen, Boleslawiec (Bunzlau), Legnica (Liegnitz), und Liberec (Reichenberg). Einbezogen sind weitere kleinere Musikschulen und kammermusikalische Vereinigungen. In diesem Jahr vereint das Ensemble nach den Worten von Manager Dalibor Tuz rund 80 Musiker und weitere 80 Chorsänger. „Das Europera-Projekt bietet den jungen Musikerinnen und Musikern, Sängerinnen und Sängern die Möglichkeit des gemeinsamen Musizierens und die Chance, Orchester- und Chorerfahrung unter professioneller Leitung.
Das 18. Konzert von Europera-Jugendorchester- und Chor hatte seine Premiere vor rund 500 Besuchern in der Lausitzhalle. Die immer wieder Bewunderung beim Publikum hervorrufende Formung der Orchester- und Chorbesetzungen liegt zuallererst in den Händen von Milos Krejci, der seit 1980 als Opern- und Balletdirigent nicht nur an namhaften tschechischen und polnischen Staatstheatern wirkte, sondern von 1992 bis 2009 auch als Dirigent am Musiktheater Görlitz tätig war und dem Hoyerswerdaer Publikum besonders als Dirigent der Neuen Lausitzer Philharmonie ein Begriff ist. Dementsprechend wurde er auch mit Riesenapplaus zum Auftakt des Konzerts in der Lausitzhalle begrüßt wie ein alter Bekannter.
Blumen und Jubel
Das handverlesene Konzert fand großen Zuspruch. Leonard Bernsteins Ouvertüre zu „Candide", Werke von Frederic Chopin sowie Ludwig van Beethoven begeisterten. Vor allem, das sei an dieser Stelle ganz lobend gesagt, weil sie von jungen, hoffnungsvollen Musikern und Sängern dargeboten wurden. Wobei Beethovens Messe C-Dur op. 86 als der Höhepunkt des Konzerts bewertet werden darf. Auf die musikalischen Inhalte soll hier weniger eingegangen werden, die Lausitzhalle zutiefst und innig genießen dürfen. Wesentlich bemerkenswerter ist vielmehr die Tatsache, mit welcher Akribie es dem Dirigenten Milos Krejci und den Chorleitern Silvie Palkova, Alena Sobotkova, Zuzana Kubelkova (Tschechien) und Ilona Szewerniak (Polen) gelang, den Gesamtklangkörper trotz dreier Sprachen perfekt zu einen. Besonders die hingabevolle Stabführung von Milos Krejci rief Bewunderung hervor. Sie reichte von gefühl- bis temperamentvoll und sie gab den Musikern und Gesangssolisten stets das richtige Gefühl für ihren Einsatz. Standing Ovations, Blumen und Jubelrufe gaben allen jungen Leuten auf der Bühne eines mit auf den Weg: Weitermachen für die eigene künstlerische, hoffnungsvolle Zukunft! Gemeinsam und in drei Sprachen.
Jost Schmidtchen
SZ Hoyerswerda
