Musikalische Werbung für Europa
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Niesky. Das trinationale Jugendorchester Europera wurde bei seinem ersten Konzert in Niesky gefeiert.
Dalibor Tuz wärmt sich am Freitagnachmittag die Hände an einer Tasse Kaffee. Noch läuft die letzte Probe für das abendliche Konzert des Jugendorchesters Europera im Saal der Kirche der Brüdergemeine. „Hier im Saal ist eine gute Akustik, nur etwas kalt ist es hier", meint der Manager der Tour des Jugendorchesters Europera.
Nach einem Benefizkonzert im Tschechischen Liberec im Januar sind die jungen Musiker unter der Leitung von Milos Krejci nun angetreten, um das Publikum in Niesky mit ihrem Konzert zu erfreuen. In einem dreitägigen Probenlager in der Görlitzer Wartburg studierten sie ab Mittwoch die Stücke für die Konzertsaison 2006 ein.
Das Europera Jugendorchester besteht aus Musikschülern, die in der Euroregion Neiße zu Hause sind. Die jungen Musiker im Alter zwischen 14 und 24 Jahren treffen sich zumeist in den Ferien, um gemeinsam zu proben und absolvieren ihre Auftritte dann auch in den drei Ländern der Euroregion.
Sponsoren helfen Ensemble
Das Kulturzentrum St. Johannis in Zittau fungiert als Träger dieses 1992 gegründeten Klangkörpers. Namhafte Firmen und Einrichtungen der Region unterstützen das Ensemble als Sponsoren materiell. Zu ihnen gehört auch die Oberlausitzer Sparkasse. Elke Weinig, die Leiterin der Marketingabteilung, ist froh darüber, dass das Konzert in der Kirche der Brüdergemeine stattfinden konnte. „Es war gar nicht so leicht, einen geeigneten Saal für die rund 90 jungen Musiker zu finden. Wir sind froh darüber, dass das Konzert nun hier in Niesky stattfinden kann", meint Elke Weinig unmittelbar bevor der erste Ton erklingt.
Freude auf Open Air
René Umlauft, der Geschäftsführer der Siemens AG Görlitz, freut sich schon auf das große Open Air Konzert von Europera anlässlich des 100. Jahrestages des Bestehens des Unternehmens in Görlitz. „Wir unterstützen Europera, weil sich hier junge Leute aus drei Ländern zum gemeinsamen Musizieren treffen. Mit ihrer Musik überschreiten sie Ländergrenzen und Sprachbarrieren", erläutert er das Engagement von Siemens für das Orchester.
Rund 250 Zuhörer genießen dann ein rund zweistündiges Konzert. Zu ihnen gehört auch Peter Wirth. Er machte sich mit seiner Tochter von Görlitz aus auf den Weg. „Der erste Teil des Konzertes war schon mit den Werken von Mozart ein Genuss, nun freue ich mich auf den zweiten Teil mit den moderneren Werken", fasst er seine Eindrücke zusammen.
Dem kann sich Franziska Haupt aus See nur anschließen. „Ich bin begeistert von der Perfektion des Spiels", äußert die Schülerin aus See.
Nachdem der letzte Ton verklang erfüllt minutenlanger Beifall die Kirche. Dirigent Milos Krejci meinte abschließend „Das Konzert von Europera war echte Reklame für die Europäische Union".
Sächsische Zeitung
