Das trinationale europera -Projekt führt mehr als 200 musikalisch besonders begabte Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Polen und Tschechien zusammen. Es besteht aus einem Jugendsinfonieorchester, einem Jugendchor und kammermusikalischen Vereinigungen.
Das europera -Projekt bietet den jungen Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sängern die Möglichkeit des gemeinsamen Musizierens und die Chance, Orchester- und Chorerfahrung unter der Leitung von professionellen Dirigenten zu sammeln. Darüber hinaus fördert das Projekt , Gleichaltrige aus den Nachbarländern kennen, verstehen und schätzen zu lernen. Das europera -Projekt versteht sich als Beispiel für eine hoffnungsvolle Entwicklung zwischen Nationen, die in der Vergangenheit nicht immer ein unbelastetes Verhältnis zueinander hatten.
Das Projekt europera wurde 1992 auf Anregung des damaligen Intendanten des Görlitzer Theaters, Prof. Wolf-Dieter Ludwig, zurück. Das Kunstwort setzt sich aus europa und opera (lat.: Werke) zusammen. Es möchte also einen Beitrag zum Bau und der Gestaltung des europäischen Werkes leisten.
Träger des Projektes ist seit 2003 der gemeinnützige Verein „Euroregionales Kulturzentrum St. Johannis Zittau" unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Peter Dierich.
Das europera jugendorchester besteht seit 1992 und wurde mit großer Unterstützung der Musikschulen der Dreiländerregion gegründet. Seit 2004 ist Miloš Krejči der künstlerische Leiter des Klangkörpers. Unter seinem Dirigat erregte das Orchester bei vielerlei Anlässen begeistertes Aufsehen, z.B. bei den EU-Beitrittsfeierlichkeiten von Polen und Tschechien am 1. Mai 2004 in Zittau oder in der Königlichen Musikakademie in Brüssel, bei der Teilnahme an internationalen Festivals in England, Frankreich und Italien oder bei Konzertauftritten im Rundfunksaal Wrocław, Gewandhaus zu Leipzig und Rudolfinum Praha.
Der europera jugendchor wurde 2006 gegründet. In ihm wirken Teile von Gymnasialchören und weiteren Jugendlichen aus den drei Ländern mit. Chor und Orchester können sich jetzt bei chorsinfonischen Aufgaben, wie der „Chorphantasie" von Ludwig van Beethoven, „Carmina Burana" von Carl Orff oder „Axion esti" von Mikis Theodorakis, vereinigen.
In der vergangenen Zeit wurde das europera -Projekt mehrfach mit Preisen geehrt, u.a. mit dem Preis der Euroregion 2008, beim Wettbewerb „Concerto Bohemia" oder bei „Deutschland - Land der innovativen Ideen".
Das europera -Projekt finanziert sich aus öffentlichen Fördergeldern (europäische Mittel: Interreg und Ziel3, Sächsische Kulturstiftung, Kulturraum Oberlausitz/ Niederschlesien, Städte Liberec und Zittau), durch Sponsoring (SIEMENS Turbinenwerk Görlitz, Sparkasse Oberlausitz/Niederschlesien, Stadtwerke Zittau) und Eigenmittel, die vom Freundeskreis des Projektes (Sparkasse Oberlausitz/Niederschlesien, BLZ: 850 501 00, Kontonummer: 300 00 93 094) eingeworben werden.
